„Begegnung am Meer“
Nando Kallweit stellt Siegerentwurf in der Stadtvertretung vor
Der Bildhauer Nando Kallweit ist Sieger des Kühlungsborner Wettbewerbs „Kunst im öffentlichen Raum“. In der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung stellte er seinen Entwurf „Begegnung am Meer“ persönlich vor und erläuterte die künstlerische Idee hinter seinem Werk.
Der Entwurf besteht aus zwei jeweils rund zwei Meter hohen Bronzeplastiken. Sie greifen die historische Verbindung der früheren Orte Arendsee und Brunshaupten sowie die maritime Geschichte Kühlungsborns auf. Die stilisierten Segel verleihen dem Kunstwerk einen hohen Wiedererkennungswert.
Begleitet wurde die Vorstellung von Karoline Grohmann und Nora Busch aus dem Kunst- und Designbeirat. Karoline Grohmann, selbst Architektin und Mitglied der Wettbewerbsjury, stellte die drei Finalisten vor und erläuterte die Entscheidung des Preisgerichts.
„Die beiden Bronzeplastiken stehen sinnbildlich für Begegnung, Zusammenwachsen und gemeinsame Geschichte. Das Werk zeigt, dass Zusammenhalt nicht Gleichförmigkeit bedeutet, sondern aus der Begegnung und dem Miteinander unterschiedlicher Menschen entsteht. Mit ‚Begegnung am Meer‘ erhält Kühlungsborn ein eigenständiges und identitätsstiftendes Kunstwerk, das Geschichte, Gegenwart und gemeinschaftliche Verbundenheit auf besondere Weise zusammenführt“, erklärt Karoline Grohmann.
Mehr als 90 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren erreichten drei Entwürfe die finale Pitchrunde und wurden einer achtköpfigen Jury persönlich vorgestellt. In der Jury waren die Bereiche Kunst und Gestaltung, Politik, Verwaltung und Tourismus vertreten. Nando Kallweit erreichte mit 92,37 Punkten den ersten Platz.
„Die große Resonanz und die Vielfalt der eingereichten Ideen haben uns beeindruckt. Der Wettbewerb hat Kühlungsborn für neue künstlerische Impulse geöffnet und unseren Ort weit über die Region hinaus sichtbar gemacht. Mit ‚Begegnung am Meer‘ entsteht ein Kunstwerk, das zu Kühlungsborn passt und eine starke Botschaft für Begegnung und Zusammenhalt trägt“, erklärt Bürgermeisterin Olivia Arndt.
Der Hauptausschuss und die Stadtvertretung haben sich inzwischen mit dem Ergebnis und dem weiteren Vorgehen befasst und die notwendigen Beschlüsse gefasst. Als Nächstes folgen die technischen, genehmigungsrechtlichen und vertraglichen Abstimmungen. Für die Umsetzung des Siegerentwurfs sind 69.924,50 Euro brutto vorgesehen.
Ein besonderer Dank gilt der Tourismus, Freizeit & Kultur GmbH Kühlungsborn. Sie hat den Wettbewerb gemeinsam mit der Stadtverwaltung vorbereitet und mit großem Engagement sowie erheblichem organisatorischem Aufwand begleitet. Auch der Kunstverein, der Kunst- und Designbeirat, die Jury sowie alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler haben wesentlich zum Erfolg des Wettbewerbs beigetragen.
Nach Abschluss der weiteren Abstimmungen beginnen die Herstellung des Kunstwerkes und die Vorbereitung des Standortes. Die Fertigstellung und feierliche Enthüllung sind für 2027 vorgesehen.
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